Mythos Osten
Klischee. Konflikt. Klartext
Das Motto für den Abend hätte konfliktreicher nicht sein können und es weckte das Interesse zahlreicher Rotarier und Lions aus der Region. Sie folgten dem Ruf des 1. Chemnitzer Neujahrsgespräch, das von den Rotariern initiiert und von allen Chemnitzer Service Clubs gemeinsam im Carlowitz Congresscenter in Chemnitz durchgeführt wurde. In einer Zeit, in der gesellschaftliche Spannungen wachsen und Polarisierung oft lauter scheint als das Zuhören, setzte das erste gemeinsame Format der Rotarier und Lions in Chemnitz ein Zeichen für fairen Austausch und verständnisvolles Miteinander.
Souverän moderierte Alexandra Gerlach, eine journalistische Persönlichkeit, mit Gespür für Balance und Dialog durch den Abend. Das Programm eröffnete Sybille Sonntag mit einem Impuls zum erfolgreichen Kulturhauptstadtjahr Chemnitz 2025. Mit Spannung verfolgten die Teilnehmer den Eröffnungsbeitrag von Prof. Dirk Oschmann. Der renommierte Literaturwissenschaftler und SPIEGEL-Bestsellerautor richtete den Blick auf Hintergründe im Konflikt zwischen Ost und West. Es folgte eine bemerkenswerte Podiumsdiskussion durch drei starke Stimmen aus Mitteldeutschland. Sie gehörten Viola Klein, Joerg G. Fieback und Gerd Martin. Erstere ist Mitgründerin und langjährige Geschäftsführerin der Saxonia Systems Holding GmbH. Für ihr außerordentliches wirtschaftliches und gesellschaftliches Engagement wurde sie kürzlich mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Darüber hinaus ist sie Honorarkonsulin von Finnland in Sachsen. Jörg G. Fieback ist Mitgründer und geschäftsführender Gesellschafter der zebra | group GmbH mit Sitz in Chemnitz, einer Full-Service-Agentur für Markenführung und digitale Kommunikation sowie Mitinitiator Ideenplanet Ost. Er treibt als Vorstandsmitglied im Verband deutscher Kommunikationsagenturen (GWA) insbesondere die Region Ostdeutschland voran. Die 3. Stimme gehörte Gerd Martin. Seit fast drei Jahrzehnten prägt er die Ausrichtung der CARALUX GmbH in Rackwitz bei Leipzig. Ausgehend von früheren Lichtsystemen entwickelte sich das Unternehmen in Richtung digitaler Außenkommunikation mit hochwertigen LCD-Bildschirmen und großformatigen LED-Wänden und wurde so zum verlässlichen Partner für Mineralölgesellschaften und ihre Tankstellennetze. Im Anschluss nutzten die Teilnehmer die Möglichkeit, Fragen zu stellen und eigene Gedanken einzubringen. Zum Fazit gehörte auch, Herkunft als Zukunft zu begreifen und das der Blick jetzt stärker nach vorn gerichtet sein sollte.
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